Airbus Helicopters verzeichnete 2025 544 Bruttoaufträge (netto: 536) und unterstrich damit ein starkes Marktwachstum mit einer soliden Performance im gesamten zivilen und militärischen Segment. Die Aufträge kamen von 205 Kunden aus 50 Ländern. Auch bei seinen unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS) verzeichnete das Unternehmen 2025 eine starke Marktentwicklung. Gemessen an den Stückzahlen erreichte Airbus Helicopters einen Marktanteil von 51 % im zivilen und halböffentlichen Markt, der Anteil im militärischen Bereich stieg auf 28 %. Das Unternehmen lieferte 2025 insgesamt 392 Hubschrauber aus.
„Die herausragende Leistung von Airbus Helicopters im Jahr 2025, die sich in einem Auftragseingangsplus von fast 20 % widerspiegelt, beweist, dass unsere modernen zivilen und militärischen Portfolios die präzisen Einsatzfähigkeiten liefern, die im heutigen komplexen Umfeld erforderlich sind“, sagte Bruno Even, CEO von Airbus Helicopters. „Unser Fokus auf Verteidigung und Sicherheit war noch nie so stark. Darüber hinaus treiben wir den Wandel hin zu unbemannten Luftfahrtsystemen (UAS) voran, indem wir Survey Copter in unser Kerngeschäft integrieren und so ein umfassendes Angebot an taktischen Drohnen schaffen. Durch die Kombination von Drohnen mit unseren fortschrittlichen und einzigartigen HTeaming-Fähigkeiten bieten wir ein nahtloses, vernetztes Ökosystem für das moderne Gefechtsfeld. Ich danke unseren Kunden für ihr unerschütterliches Vertrauen, während wir weiterhin die Zukunft der Luft- und Raumfahrt gestalten“, fügte er hinzu.
Das Jahr war geprägt von bedeutenden Staatsverpflichtungen, allen voran von Spanien, das eine wegweisende Bestellung über 100 Hubschrauber aufgab – darunter 50 H145M, 31 NH90 für alle drei Teilstreitkräfte sowie die ersten Bestellungen für den H175M. Deutschland setzte seine Modernisierung fort, indem es eine Option auf 20 weitere H145M ausübte (wodurch sich die Gesamtzahl auf 82 erhöhte), wobei die ersten Hubschrauber bereits ausgeliefert wurden. Gleichzeitig erfuhr das NH90-Programm neuen Aufschwung: Die Niederlande erweiterten ihre Flotte um drei Maschinen, Griechenland unterzeichnete einen wichtigen Folgevertrag zur Unterstützung, und Deutschland erhielt seinen ersten NH90 Sea Tiger, die neueste Weiterentwicklung für weltweit führende Fähigkeiten in der U-Boot- und Überwasserbekämpfung.
Im Segment der schweren Hubschrauber bewies die Super-Puma-Familie ihre Vielseitigkeit: Griechenland bestellte acht H215 für die Brandbekämpfung. Der H225M erreichte neue Meilensteine mit einem Vertrag über zehn Hubschrauber des Typs Marokko und ersten Lieferungen an den Irak. Auch das Segment der leichten zweimotorigen Hubschrauber war stark vertreten: Spanien orderte 13 H135 und der britische National Police Air Service sieben. Mit 149 Bestellungen bestätigte der H145 erneut seine Position als meistverkaufter Hubschrauber auf dem zivilen, halböffentlichen und militärischen Markt.
Airbus läutete auf der VERTICON 2025 mit der Vorstellung des H140, eines leichten zweimotorigen Hubschraubers der nächsten Generation, ein neues Kapitel in der Senkrechtstart- und Landetechnik ein. Dank innovativer Technologien wie dem T-Leitwerk konnte der H140 bereits 61 Festbestellungen verzeichnen. Auch der Racer setzte neue Maßstäbe in Sachen Innovation: Er übertraf seine ursprünglichen Leistungsziele und erreichte eine Reisegeschwindigkeit von 440 km/h (240 kts). Damit unterstreicht Airbus erneut seine Fähigkeit, hohe Geschwindigkeiten mit einer einfacheren, aerodynamisch optimierten Architektur zu realisieren.
Das Unternehmen etablierte zudem ein umfassendes Angebot an taktischen Drohnen durch die Integration des Survey Copter in sein Kerngeschäft. Airbus unterzeichnete seine ersten UAS-Verträge mit Drone Forge und der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA), die sich für den Flexrotor entschied, sowie mit dem französischen Verteidigungsministerium, das sechs VSR700 bestellte. Mit HTeaming leistet Airbus Pionierarbeit im Bereich der bemannten und unbemannten Zusammenarbeit. Die eigenständige Lösung ermöglicht es Besatzungen, unbemannte Systeme in Echtzeit zu steuern und so die Einsatzmöglichkeiten zu vervielfachen.
Dieser Technologiesprung spiegelt sich im H160-Programm wider, dessen Militärversion, die H160M „Guépard“, im Juli ihren Erstflug absolvierte. Die H160 bestätigte ihren erfolgreichen Einsatz mit einem Marktanteil von rund 50 % im Segment der mittelgroßen zweimotorigen Hubschrauber für den zivilen und paraöffentlichen Bereich. Die erste H160 in Polizeikonfiguration wurde an die französische Gendarmerie Nationale ausgeliefert. Das Programm erweiterte sein Einsatzspektrum um die Brandbekämpfung mit einer Auslieferung an die Feuerwehr von Hiroshima und einer Bestellung der Feuerwehr von Nagoya. Die H160 nahm außerdem Offshore-Einsätze für den Energiesektor in den USA mit dem Betreiber PHI Aviation auf. Die H175 erhielt 2025 15 Bestellungen und festigte damit ihre Position im Segment der überdurchschnittlich großen Hubschrauber.
Um dieser beispiellosen Nachfrage gerecht zu werden, baute Airbus Helicopters seine globale Produktionsbasis weiter aus. 2025 begannen die Arbeiten an einer neuen Endmontagelinie (FAL) in Vemagal, Karnataka, Indien. Die Anlage, die in den kommenden Wochen eingeweiht wird, ist die weltweit vierte FAL für den H125 und unterstreicht das Engagement von Airbus für den indischen Markt und die Stabilität der globalen Lieferkette.
Die Finanzergebnisse von Airbus für das Geschäftsjahr 2025 werden am 19. Februar 2026 veröffentlicht.
Quelle: Pressmitteilung von AIRBUS HELICOPTERS vom 26. Januar 2026
