Vier Hubschrauber und ein „Streichquartett“ am Himmel

Am ver­gan­ge­nen Wochenende hoben vier Hubschrauber mit vier Musiker(innen) für die Deutsche Oper vom Flugplatz in Schönhagen ab Die unge­wöhn­li­che Aktion gehört zur Inszenierung eines Teils der Oper „Mittwoch aus Licht“, die am 19. September in der Deutschen Oper in Berlin Premiere fei­ert. In der Luft wur­de das berühm­te, aber tech­nisch extrem auf­wen­di­ge Helikopter-Streichquartett des Komponisten Karlheinz Stockhausen (1928 – 2007) gespielt, dass dann als Film in die Aufführung der Deutschen Oper inte­griert wird. In jedem Hubschrauber saß ein Streicher (2x Geige, 1x Bratsche und 1x Cello) mit Pilot und Tontechniker. Am Boden führ­te die auf­wen­di­ge Technik die vier getrenn­ten Musiker wie­der zu einem Quartett zusam­men. Die schnel­len Tremolos der Streicher soll­ten sich dann mit den Geräuschen der Rotoren der Hubschrauber ver­mi­schen.

Die Deutsche Oper schreibt dazu auf ihrer Internetseite: „Unsere ers­te Premiere in der neu­en Spielzeit wird ein musi­ka­li­sches Großereignis. Karlheinz Stockhausens >Mittwoch aus Licht< ist eine der auf­wän­digs­ten Opern-Produktionen über­haupt. Das Helikopter-Streichquartett erwei­tert den musi­ka­li­schen Raum weit über das Opernhaus hin­aus. Seien Sie dabei, wenn das Streichquartett abhebt. Der Aufwand ist enorm und unge­wöhn­lich. Sie erle­ben vier Helikopter, vier Musiker*innen, vier Piloten sowie kom­ple­xe Ton- und Bildtechnik. Im Helikopter-Streichquartett wer­den Stockhausens ver­we­ge­ne Träume wahr. Hier fliegt Musik tat­säch­lich.“ Und wei­ter: „Das Helikopter-Streichquartett bil­det das Herzstück von >Mittwoch aus Licht<. Natürlich kön­nen vier Helikopter nicht im Saal der Deutschen Oper star­ten. Aber sie star­ten.“ Zwei Wochen vor der Premiere von „Mittwoch aus Licht“ hoben daher die vier Musiker(innen) in vier Helikoptern auf dem Flugplatz Schönhagen in Brandenburg ab.

Über die vier Hubschrauber
Die vier Hubschrauber gehö­ren zur HELIX Fluggesellschaft mbH, die im Jahre 1994 gegrün­det wur­de und ihren Sitz in Neuenstein, Baden-Württemberg hat. HELIX setzt seit Beginn ihrer Tätigkeit Hubschrauber vom Typ AS350 „Ecureuil” („Eichhörnchen”) ein. Sie ver­fügt nach eige­nen Angaben über sechs Hubschrauber und einer rund 30-jäh­ri­gen Erfahrung im In- und Ausland. Mit der Hubschrauberflotte kön­nen Lasten von bis zu 1400 kg trans­por­tiert wer­den. Dazu zäh­len Versorgungs- Kontroll- Montage- oder Frachtflüge bis hin zu Bauarbeiten an schwer zugäng­li­chen Stellen. Am Wochenende sind nun auch musi­ka­li­sche Erfahrungen dazu gekom­men.

Abschließend noch ein paar Impressionen von der unge­wöhn­li­chen Aktion:

Autor: Rolf Klukowski, Berlin

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