Start für ers­ten 24-h-Hubschrauber in Baden-Württemberg

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Archivbild Christoph 11 fliegt zu einem Einsatz-240Ab Sonntag fliegt an der Station der DRK Rettungsdienst Schwarzwald Baar gGmbH der Villingen-Schwenninger Hubschrauber der DRF Luftrettung im 24-Stunden-Betrieb. Bislang wurde „Christoph 11“ von 7 Uhr bis Sonnenuntergang für Notfälle und Intensivtransporte zwi­schen Kliniken alar­miert. Die Dienstzeitenerweiterung mar­kiert den Startschuss für den Nachtflug in Baden-Württemberg. Davon pro­fi­tie­ren nicht nur die Regionen Südbaden und Südwürttemberg, son­dern auch ganz Baden-Württemberg.

Bislang wur­den bei nächt­li­chen Notfällen und für drin­gende Intensivtransporte zwi­schen Klinken Hubschrauber aus der Schweiz oder Bayern ange­for­dert. Dies erfor­derte je nach Einsatzort in Baden-Württemberg lange Anflug– und Umlaufzeiten. Die Ertüchtigung des Innenministeriums und die Zusage der Kostenträger, „Christoph 11“ künf­tig auch nachts ein­zu­set­zen, ebnen den Weg für eine bes­sere nächt­li­che Patientenversorgung in Baden-Württemberg – in medi­zi­ni­scher und wirt­schaft­li­cher Hinsicht.

Viele Jahre haben wir uns für eine Einführung des Nachtflugs in unse­rem Heimatbundesland ein­ge­setzt. Jetzt ist die Entscheidung gefal­len. Wir freuen uns zum Wohle der uns anver­trau­ten Patienten, dass wir diese wich­tige Aufgabe mit ‚Christoph 11‘ dar­stel­len dür­fen“, erläu­tert Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung. Neben sei­nen regio­na­len Einsatzschwerpunkten wird der Hubschrauber auf­grund sei­nes Alleinstellungsmerkmals auch im gesam­ten Bundesland für nächt­li­che Intensivtransporte zur Verfügung ste­hen. Damit kön­nen bei­spiels­weise schwer­kranke Kinder, die in den Kinderkliniken in Tübingen/Stuttgart oder ande­ren inten­siv­me­di­zi­ni­schen Zentren drin­gend behan­delt wer­den müs­sen, schnell und scho­nend in diese Spezialkliniken geflo­gen werden.

Symbolfoto

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Modernster Hubschraubertyp und erfah­rene Besatzung
Seit Juli 2017 kommt an der Station in Villingen-Schwenningen ein neuer Hubschrauber des Typs H 145 zum Einsatz, der sich durch seine Leistungsstärke, sein hoch­mo­der­nes digi­ta­les Cockpit und die neue Medizintechnik aus­zeich­net. Für die Luftrettung rund um die Uhr ist die­ser dank sei­ner Nachtflugausstattung und der Ausrüstung mit Nachtsichtgeräten opti­mal geeig­net. Um für eine größt­mög­li­che Sicherheit an Bord zu sor­gen, besteht bei der DRF Luftrettung – im Gegensatz zu ande­ren gän­gi­gen Nachtflugkonzepten – nachts die Hubschrauberbesatzung aus vier Personen: Zwei Piloten, einem Notarzt und einem Notfallsanitäter.

Archivbild Christoph 11 landet am Einsatzort-240Standort Villingen-Schwenningen gewinnt an Bedeutung
„Die Dienstzeitenerweiterung an der Luftrettungsstation in Villingen-Schwenningen bedeu­tet eine Stärkung des Standorts und eine Verbesserung der medi­zi­ni­schen Versorgungsstrukturen vor allem im Schwarzwald-Baar-Kreis. Passiert bei­spiels­weise nachts ein Unfall in einem abge­le­ge­nen Tal des Schwarzwalds, kann der boden­ge­bun­dene Rettungsdienst den Hubschrauber für die Weiterführung der not­ärzt­li­chen Versorgung und den anschlie­ßen­den Transport in eine Klinik nach­for­dern. Dank der kür­ze­ren Flugzeiten kön­nen so die regio­na­len boden­ge­bun­de­nen Rettungsdienststrukturen in der Nacht ent­las­tet wer­den“, erklärt Winfried Baumann, Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst Schwarzwald Baar gGmbH.

Träger der Luftrettungsstation Villingen-Schwenningen ist seit 1975 die DRK Rettungsdienst Schwarzwald Baar gGmbH. Ihr Partner ist die DRF Luftrettung, die seit 1996 für den Flugbetrieb ver­ant­wort­lich zeichnet.

Quelle: Pressemitteilung der DRF Luftrettung vom 29. September 2017

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