Christoph 77“ jetzt 247 ein­satz­be­reit — Rheinland-Pfalz wei­tet Luftrettung aus

Die Luftrettung in Rheinland-Pfalz wird wei­ter gestärkt: Seit dem 1. Januar 2026 ist der Rettungshubschrauber „Christoph 77“ in Mainz wie­der 24 Stunden am Tag, sie­ben Tage die Woche ein­satz­be­reit. Damit reagiert das Land Rheinland-Pfalz auf ver­än­der­te Rahmenbedingungen in der Gesundheitsversorgung und eine zuneh­mend spe­zia­li­sier­te Krankenhauslandschaft.

Mit der Ausweitung des Flugbetriebs stär­ken wir eine moder­ne Notfall- und Intensivmedizin“, erklär­te Innenminister Michael Ebling. „Ab sofort steht die Luftrettung als hoch spe­zia­li­sier­te ret­tungs­dienst­li­che Ressource auch in der Nacht zur Verfügung – als star­ke Ergänzung zu einem leis­tungs­fä­hi­gen boden­ge­bun­de­nen Rettungsdienst.“

Der Hubschrauber wird dau­er­haft 247 zur Verfügung ste­hen. Perspektivisch kann für den 24/7-Betrieb auch ein ande­rer Standort in Rheinland-Pfalz in Betracht kom­men. Grundlage dafür ist eine fort­lau­fen­de Evaluation der Einsatzdaten, um fun­dier­te Entscheidungen tref­fen zu kön­nen.

Christoph 77“ wur­de 1997 in Mainz in Dienst gestellt. Seitdem wur­de er über 36.000-mal alar­miert und stell­te zahl­rei­chen Menschen in oft­mals lebens­be­droh­li­chen Situationen schnel­le not­fall­me­di­zi­ni­sche Hilfe bereit. Ursprünglich rund um die Uhr betrie­ben, wur­de der Flugbetrieb 2007 auf einen Tagesbetrieb redu­ziert und 2019 bis 22 Uhr erwei­tert. Seitdem war der Hubschrauber ganz­jäh­rig von 7 bis 22 Uhr alar­mier­bar.

Die nun erneu­te Ausweitung basiert auf einer Bedarfsanalyse der Einsatzdaten 2024, die gemein­sam mit der Geschäftsstelle für Qualitätssicherung im Rettungsdienst durch­ge­führt wur­de. Untersucht wur­den nächt­li­che Notfalleinsätze und Notfallverlegungen mit lan­gen Transportwegen zwi­schen Einsatzort und geeig­ne­ter Zielklinik.

Die Krankenhauslandschaft hat sich spür­bar ver­än­dert: Spezialisierungen neh­men zu, Wege wer­den län­ger. Gerade bei zeit­kri­ti­schen Krankheitsbildern kann die Luftrettung nachts ent­schei­den­de Zeitgewinne ermög­li­chen“, so Ebling. Der Hubschrauber ergänzt den boden­ge­bun­de­nen Rettungsdienst ins­be­son­de­re bei arzt­be­glei­te­ten Notfall- und Intensivverlegungen sinn­voll.

Möglich wird der Nachtbetrieb durch moder­ne Technik wie Nachtsichtsysteme, spe­zi­el­le Crew-Ausbildungen und eta­blier­te Sicherheitsverfahren. „Momentan absol­vie­ren wir mit dafür aus­ge­leg­ten Hubschraubern deutsch­land­weit mehr als 3.000 Nachtflüge pro Jahr. Wir freu­en uns dar­auf, nun auch für Rheinland-Pfalz die Versorgung im 24/7-Betrieb sicher­stel­len zu kön­nen“, sag­te Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung GmbH. „In Mainz sind unse­re Crews bereits seit Jahren bis 22 Uhr im Einsatz, somit kön­nen unse­re dor­ti­gen Piloten, Ärzte und Notfallsanitäter wich­ti­ge Qualifikationen und Erfahrungen bei Dämmerung und Dunkelheit auf­wei­sen.“

Die ADAC Luftrettung fliegt seit 2011 an aus­ge­wähl­ten Standorten auch bei Dämmerung und Dunkelheit: So sind neben „Christoph 77“ in Mainz auch „Christoph Westfalen“ in Münster, „Christoph Brandenburg“ in Senftenberg, „Christoph Rheinland“ in Köln/Bonn und „Christoph 26“ in Sanderbusch sowie „Christoph 22“ in Ulm für Einsätze mit Nachtsicht-Systemen aus­ge­rüs­tet.

Quelle: Pressemitteilung der ADAC Luftrettung gGmbH vom 7. Januar 2026

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