Mitten im politischen Zentrum Deutschlands wurde am Mittwoch, den 18. März 2026 sichtbar, was im Notfall den Unterschied macht: Schülerinnen und Schüler übten am Reichstag gemeinsam mit einem Notarzt der ADAC Luftrettung die Herzdruckmassage und setzten damit ein starkes Zeichen für mehr Lebensrettungskompetenz in unserer Gesellschaft.
Anlass war der Start einer fünfjährigen Kooperation zwischen dem Land Berlin und der ADAC Stiftung zur Ausweitung des Reanimationsunterrichts an weiterführenden Schulen. Ziel ist es, möglichst viele junge Menschen frühzeitig dazu zu befähigen, im Ernstfall zu helfen.
„Lebensrettung gehört ins Klassenzimmer. Junge Menschen lernen so schon früh, wie sie ganz konkret helfen können – und dass jede und jeder Einzelne einen Unterschied machen kann. Der Schulterschluss zwischen Berlin und uns ist ein eindrucksvolles Beispiel für wirkungsvolle Zusammenarbeit von Politik und Zivilgesellschaft“, sagte Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung.
Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute – und oft entscheiden die Menschen vor Ort über Leben und Tod. In Deutschland könnten jedes Jahr bis zu 10.000 Menschen gerettet werden, wenn sofort mit der Wiederbelebung begonnen wird. Deshalb ist es mir wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler früh lernen, Verantwortung zu übernehmen und im Notfall zu handeln.“
Neben der Vertragsunterzeichnung demonstrierten rund 15 Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll, wie einfach und zugleich entscheidend Herzdruckmassage sein kann. Unterstützt wurden sie dabei von einer Crew der ADAC Luftrettung, die mit einem Hubschrauber im Vorfeld des bundesweiten „Tag der Luftrettung“ am 19. März vor Ort waren, um Öffentlichkeit und Politik über die Arbeit der Luftretterinnen und Luftretter zu informieren.
Kooperation für mehr Lebensretterinnen und Lebensretter
Im Rahmen der Zusammenarbeit bringt die ADAC Stiftung ihre Erfahrung aus bundesweiten Projekten ein und unterstützt das Land Berlin bei der Weiterentwicklung des Reanimationsunterrichts. Gemeinsam mit der Senatsverwaltung und dem Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ) wird der Unterricht systematisch gestärkt und weiterentwickelt, mit dem Ziel, ihn langfristig möglichst flächendeckend im gesamten Bundesland zu verankern.
Über die ADAC Stiftung:
Die ADAC Stiftung konzentriert sich in ihrer Arbeit auf zwei Themen: Mobilität und Lebensrettung. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen in Deutschland ihrem Bedürfnis nach Mobilität sicher und nachhaltig nachkommen können. Und dass Menschen mit akuten Verletzungen oder in lebensbedrohlichen Situationen im ganzen Land schnelle und wirksame Hilfe erhalten. Zudem fördert sie mit der Einzelfallhilfe gezielt die soziale Teilhabe von Unfallopfern und ihren Familien.
Die Stiftung ist 2016 gegründet worden. Seit Anfang 2017 ist sie alleinige Gesellschafterin der gemeinnützigen ADAC Luftrettung und fördert interdisziplinäre Projekte im Rettungswesen.
