Am 16. September öffnete die Magdeburger Station der DRF Luftrettung für große und kleine Besucher ihre Pforten. Das Interesse am Tag der offenen Tür war groß und so waren schon kurz nach dem Beginn der Veranstaltung viele Besucher vor Ort. Im Mittelpunkt stand natürlich der Rettungshubschrauber, der von innen und außen besichtigt werden konnte. Die Crew beantwortete alle Fragen rund um den Hubschrauber und die Einsätze ausführlich und geduldig.
Damit die Besucher den Hubschrauber ungestört besichtigen konnten, war eigentlich auch eine Ersatzmaschine für eventuelle Einsätze während der Veranstaltung geplant. Leider musste die Ersatzmaschine aber an diesem Tag an einer anderen Station eingesetzt werden. Das tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch. Die weiteren Programmpunkte wie stündliche „Kinder lernen helfen”-Kurse, Wiederbelebungstraining, ein Informationsstand und Malwettbewerb des
Kinderklinikkonzerte e.V., ein Informationsstand und Shop der DRF Luftrettung, die Maskottchen Susi & Tino aus dem MWG-Kindermagazin, ein Fanstand des 1. FC Magdeburg mit Fanartikel-Verkauf sowie Einsatzfahrzeuge des Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und der Bereitschaftspolizei boten genügend Abwechslung.
Wissenswertes zur Station
Das am 1. Juli 1992 gegründete Luftrettungszentrum befindet sich am Städtischen Klinikum Magdeburg. Zwischen 1992 und 2006 wurde das Luftrettungszentrum vom Bundesministerium des Innern betreut .Es wurden Hubschrauber vom Typ Bell UH 1 D und BO 105 eingesetzt. Im Mai 2006 übernahm die DRF Luftrettung (vormals Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) den Betrieb des Luftrettungszentrums. Seit dieser Zeit wird ein Hubschrauber des Typs Eurocopter EC 135 eingesetzt.
Christoph 36 wird vor allem zu internistischen und chirurgischen Notfällen angefordert. Aufgrund der Nähe zu den Autobahnen A2 und A14 zählen auch Verkehrsunfälle zum häufigen Einsatzspektrum. Die Einsatzorte im Umkreis von 50 — 60 Kilometern kann der Magdeburger Hubschrauber in maximal 15 Minuten erreichen. Die Notfalleinsätze werden in den Landkreisen und kreisfreien Städte Dessau-Roßlau, Magdeburg, Altmarkkreis Salzwedel, Helmstedt, Börde, Harz, Jerichower Land, Salzland und Stendal geflogen. Darüber hinaus wird der Hubschrauber auch für Intensivtransporte in Sachsen-Anhalt und bei Bedarf eingesetzt. Rund 1.300 Einsätze werden pro Jahr geflogen. Das Team besteht aus Piloten der DRF Luftrettung, Notärzten aus dem Klinikum Magdeburg und Universitätsklinikum Magdeburg sowie den Rettungsassistenten / Notfallsanitäter der JUH Regionalverband Magdeburg / Schönebeck / Jericho.
Autor: Rolf Klukowski, Berlin