Ravensburg wird Luftrettungsstandort

Der Rettungshubschrauber Christoph 45 wird künf­tig in Ravensburg sta­tio­niert sein. „Der neue Standort in Ravensburg-Bavendorf ist eine gute Entscheidung. Der Landkreis und die Stadt Ravensburg haben sich in den Prozess der Standortsuche mit gro­ßem Engagement ein­ge­bracht. Dafür dan­ke ich ihnen sehr. Der Rettungshubschrauber ‚Christoph 45‘ oder ‚Christoph Oberschwaben‘, wie er künf­tig hei­ßen wird, stärkt die Sicherheitsarchitektur in der Region wei­ter“, sag­te Innenstaatssekretär Thomas Blenke anläss­lich der Standortentscheidung.

Vom künf­ti­gen Luftrettungsstandort pro­fi­tie­ren ins­be­son­de­re die Notfallpatientinnen und -pati­en­ten in Orten, die bis­her tags­über nicht inner­halb von 20 Minuten durch einen Rettungshubschrauber erreicht wer­den kön­nen. Der neue Luftrettungsstandort ist damit ein kon­kre­ter Schritt, allen Menschen in ganz Baden-Württemberg die best­mög­li­che Versorgung mit Luftrettungsmitteln zu bie­ten. Der Rettungshubschrauber war bis­her in Friedrichshafen sta­tio­niert. Mit der Stationierung von Christoph Oberschwaben in Ravensburg setzt das Innenministerium eine der Empfehlungen der Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2020 um. Die Analyse hat das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement des Klinikums der Universität München im Auftrag des Landes Baden-Württemberg erstellt.

Funkrufname „Christoph Oberschwaben“
Der Rettungshubschrauber wird im Tagbetrieb, täg­lich von Sonnenaufgang (frü­hes­tens ab 7.00 Uhr) bis 20.00 Uhr ein­ge­setzt und den Funkrufnamen „Christoph Oberschwaben“ tra­gen. Der neue Funkrufname „Christoph Oberschwaben“ betont die Verbindung zur Region, in der der Rettungshubschrauber sta­tio­niert ist. Es ist eine gewoll­te Abkehr von der bis­he­ri­gen Praxis, Rettungshubschrauber mit einer Kombination aus dem Namen „Christoph“ und Nummern zu benen­nen.

Weitere Luftrettungsstandorte wer­den aus­ge­schrie­ben
Weitere Ausschreibungsverfahren für Luftrettungsstandorte sind in Vorbereitung. Die Vergabe von Ravensburg ist eine von ins­ge­samt zehn durch­zu­füh­ren­den Vergabeverfahren im Land. Im Jahr 2025 hat das Land bereits die Konzession für den neu­en Luftrettungsstandort Lahr sowie den bestehen­den Standort Mannheim in einem euro­pa­wei­ten Vergabeverfahren erteilt. Die Konzessionen für alle im Land bestehen­den Luftrettungsstandorte wer­den nach und nach in euro­pa­wei­ten Vergabeverfahren ver­ge­ben wer­den.

Nach der nun erfolg­ten Vertragsunterzeichnung für das vor­ge­se­he­ne Grundstück kön­nen die Ausschreibungsunterlagen vom Land fer­tig­ge­stellt wer­den. Der Betrieb des Luftrettungsstandortes kann sodann im Lauf des 1. Halbjahres 2026 aus­ge­schrie­ben wer­den.

Quelle: Pressemitteilung vom 12. März 2026 der Landesregierung Baden-Württemberg

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