ADAC Luftrettung erwei­tert Einsatzmöglichkeiten am Standort von „Christoph Hansa“

Am Standort des Hamburger Rettungshubschraubers „Christoph Hansa“ ist jetzt ein Hubschrauber-Ersatzfahrzeug der gemein­nüt­zi­gen ADAC Luftrettung im Einsatz. Die hoch­qua­li­fi­zier­te Besatzung kann damit auch zu medi­zi­ni­schen Notfällen aus­rü­cken, wenn der Hubschrauber vor­über­ge­hend nicht ver­füg­bar ist. Zudem kann die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg das Fahrzeug, das aus­ge­rüs­tet ist wie ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), zu Notfällen alar­mie­ren, deren Einsatzorte vor­aus­sicht­lich inner­halb von höchs­tens fünf Minuten Fahrtzeit erreich­bar sind. Diese Kombination aus Schlechtwetterausfall und gleich­zei­ti­ger Wahl des schnells­ten Einsatzmittels für den Nahbereich ist für die ADAC Luftrettung bun­des­weit ein Novum.

Das neue Fahrzeug ergänzt die Einsatzmöglichkeiten der Luftrettungsstation am BG Klinikum Hamburg in Bergedorf. Es steht zur Verfügung, wenn „Christoph Hansa“ etwa auf­grund von schlech­ten Wetterbedingungen wie Nebel vor­über­ge­hend nicht ein­satz­be­reit ist. Sobald der Hubschrauber wie­der ein­ge­setzt wer­den kann, keh­ren das Fahrzeug und die Crew zur Station zurück. Wenn das Disponieren des Fahrzeugs gegen­über dem Hubschrauber kei­nen ein­satz­tak­ti­schen Vorteil, wie zum Beispiel Zeitersparnis, bringt, hat der Rettungshubschrauber wei­ter­hin Vorrang. Über die Alarmierung und Disposition ent­schei­det die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg. Die Finanzierung des zusätz­li­chen Einsatzfahrzeugs über­nimmt die gemein­nüt­zi­ge ADAC Luftrettung.

Mehr Flexibilität im Nahbereich der Luftrettungsstation
Das Hubschrauber-Ersatzfahrzeug ver­fügt über die glei­che medi­zi­ni­sche Ausstattung wie der Helikopter und deckt das gesam­te Spektrum der Einsatzgründe ab. Ein Patiententransport ist mit dem Fahrzeug jedoch nicht mög­lich. Zu den häu­figs­ten Einsatzgründen der flie­gen­den Gelben Engel von „Christoph Hansa“ gehör­ten 2025 Herz-Kreislauf-Notfälle (ein Drittel des Gesamteinsatzaufkommens) und Verletzungen nach Unfällen (ein Viertel). „Ob wir mit dem Hubschrauber oder dem zusätz­li­chen Einsatzfahrzeug aus­rü­cken — uns steht die glei­che medi­zi­ni­sche Ausstattung zur Verfügung. Dadurch müs­sen wir vor einem Einsatz kein Material umla­den und kön­nen direkt star­ten. Das Fahrzeug steht neben ‚Christoph Hansa‘ im Hangar und ist dort vor Witterung und Frost geschützt“, so Stationsleiter Michael Gomme.

Die neue Regelung ist Teil des öffent­lich-recht­li­chen Auftrags zwi­schen der Freien und Hansestadt Hamburg und der ADAC Luftrettung. Die Feuerwehr Hamburg und die ADAC Luftrettung wer­den Einsatzzahlen und Einsatzszenarien regel­mä­ßig gemein­sam aus­wer­ten, um das Alarmierungskonzept bei Bedarf anzu­pas­sen.

Bedeutung von „Christoph Hansa“ für Hamburg
Seit 1990 ist „Christoph Hansa“ ein wich­ti­ger Bestandteil der not­fall­me­di­zi­ni­schen Versorgung in Hamburg und über die Stadtgrenzen hin­aus. Der am BG Klinikum Hamburg in Boberg sta­tio­nier­te Rettungshubschrauber bringt Notärztinnen und Notärzte schnell zum Einsatzort und über­nimmt als flie­gen­de Intensivstation den Transport schwer­kran­ker Patientinnen und Patienten zwi­schen Kliniken. Im Jahr 2025 absol­vier­te die Besatzung 731 Einsätze, davon 26 mit der Rettungswinde, die auch Hilfe an schwer zugäng­li­chen Orten ermög­licht. Die ADAC Luftrettung und das BG Klinikum Hamburg arbei­ten am Standort seit mehr als 35 Jahren zusam­men. Die flie­gen­den Gelben Engel flo­gen seit­dem ins­ge­samt mehr als 40.000 Einsätze. Mit der im letz­ten Jahr bekannt­ge­ge­be­nen Verlängerung des Betreibervertrags bis zum 30. Juni 2035 setzt die Freie und Hansestadt Hamburg die bewähr­te Zusammenarbeit mit der ADAC Luftrettung lang­fris­tig fort.

Quelle: Pressemitteilung der ADAC Luftrettug gGmbH vom 5. November 2026

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