Das Feuer im Hürtgenwald (Kreis Düren) brach am 13.08.2026 aus. Es war der größte Waldbrand seit der amtlichen Datenerfassung 1991 im Bundesland NRW. Es dehnte sich auf etwa 300 Hektar aus. Die Gemeinde Gey mit ihren 1800 Einwohnern musste am 14.8 evakuiert werden da sich das Feuer bis auf wenige 100 Meter der Gemeinde näherte. Durch die tatkräftige Unterstützung der bis zu 1800 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Bundespolizei, Bundeswehr sowie Hilfsorganisationen wie THW, Malteser, Johanniter, das Deutsche Rote Kreuz und freiwilligen Helfern, vor allem Landwirten aus der Region, konnte das Feuer nach einigen Tagen eingedämmt werden. Die Anwohner der Gemeinde Gey konnten am 15.8 in ihre Häuser zurückkehren.
Die Löscharbeiten im Waldgebiet wurden durch verbliebene Kampfmittel aus dem zweiten Weltkrieg zusätzlich erschwert. Da Teile des Gebietes nicht betreten werden konnten, kamen Bergepanzer der Bundeswehr zum Einsatz. Diese schlugen Schneisen in den Wald, um dem Feuer Brennmaterial zu entziehen. Feuerwehren aus dem gesamten Bundesgebiet wurden zusammengezogen um das Feuer vom Boden aus zu bekämpfen. Auch Wasserwerfer der Bereitschaftspolizei NRW waren vor Ort. Zudem unterstützen Förster und Waldarbeiter die Brandbekämpfung mit schwerem Gerät. Zahlreiche Landwirte brachten Löschwasser im Pendelverkehr zu den Löschbehältern aus denen die Hubschrauber das Wasser mit ihren Bambi Buckets entnahmen. Die größeren Maschinen flogen zur nahe gelegenen Wehebachtalsperre um aus dieser das Wasser zu entnehmen.
In der Spitze waren bis zu 11 Löschhubschrauber im Einsatz. Die Bundeswehr stellte insgesamt vier Hubschrauber. Zwei NH 90 aus Faßberg sowie zwei CH 53 aus Holzdorf. Bereits am ersten Tag warfen die beiden NH 90 57.000 Liter über dem Brandgebiet ab. Unterstützt wurden sie von vier H 145 der Länderpolizei NRW, einer EC 145 aus Hessen, sowie einer H 145 aus Rheinland Pfalz. Die Bundespolizei entsandte eine EC 155 sowie ein Super Puma aus Sankt Augustin. Eine der „Hummeln” fungierte als fliegendes Auge und koordinierte die Löschteams aus der Luft. Die Löscharbeiten gingen noch bis zum 17.8. Danach kümmerten sich die Bodenkräfte um die noch verbliebenen Glutnester im Boden.
Zeitgleich brannte auch eine Fläche von über 3000 Hektar im hohen Venn in Belgien. Die Rauchwolke erstreckte sich über viele Kilometer bis zur deutschen Grenze. Einige Anwohner der Gemeinde Monschau mussten ebenfalls wegen der starken Rauchentwicklung evakuiert werden. Bei dem Brand in der Nähe von Eupen kamen Chinooks der niederländischen Streitkräfte sowie NH90 der Bundeswehr zum Einsatz. Zivile Löschhubschrauber und Flugzeuge aus Schweden, Tschechien und Norwegen unterstützten ebenso die Löscharbeiten.
Abschließend noch ein paar Impressionen von der Übung:
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Autor: Hendrik Thüner, Rosendahl












