Der 45. Ausbildungslehrgang für Berufshubschrauberpiloten/-innen der Bundespolizei und der Polizeien der Länder war in der Zeit vom 14. bis 18. September 2026 zu einer mehrtägigen Übung mit fliegerisch taktischen Inhalten unterwegs. Hierbei überflog der 45. Ausbildungslehrgang den Luftraum verschiedener Bundesländer mit 13 Hubschraubern des Bundes und der Polizeien der Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Die Streckenplanung führte über Gifhorn, Hamburg, Fuhlendorf, Rostock-Laage, Neubrandenburg, Strausberg (Berlin), Bautzen, Fuldatal und am 18. September 2026 zurück nach Sankt Augustin.
Hintergrund
Seit dem Herbst 2024 durchlaufen die ausgebildeten Polizeivollzugsbeamtinnen und /-beamte den ca. 22-monatigen Lehrgang zum Berufshubschrauberpiloten bei der Luftfahrerschule für den Polizeidienst in Sankt Augustin. Ein weiterer großer Schritt innerhalb der letzten Ausbildungsphase ist hier die polizeitaktische Aus- und Fortbildung, die die zuvor geschulten polizeitaktischen Inhalte in unterschiedlichen Einsatzräumen vertieft und die Einweisung der Besatzungen in die Verfahren des Formationsfluges vorsieht. Im Rahmen der Übung wurden u. a. Formationsflüge im Gesamtverband und Teilverbänden trainiert. Weiterhin trainierten die Besatzungen Außenlandungen und weitere taktischen Flugverfahren.
Im Anschluss an die Lizenzübergabe am 22. Oktober 2026 werden die Beamten/-innen, als integrativer Bestandteil der inneren Sicherheit und verlässlicher Freund und Helfer aus der Luft, in einer der Fliegerstaffeln der Bundespolizei bzw. der Polizeien der Länder einen großen Beitrag für die Bevölkerung leisten.
Wissenswertes
An der Luftfahrerschule für den Polizeidienst werden Polizeibeamte des Bundes und der Länder zu Pilotinnen und Piloten aus- und fortgebildet. Die Schule spielt hier eine zentrale Rolle bei der Ausbildung und Weiterqualifizierung, die im fliegerischen Dienst der Polizei notwendig ist.
Neben der Bundespolizei betreiben auch 13 Bundesländer eigene polizeiliche Luftfahrzeuge. Durch die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden wird nicht nur die Effektivität und Effizienz im Einsatzbetrieb gesteigert, sondern auch die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Sicherheitsstandards für den Betrieb von Polizeihubschraubern und -flugstaffeln in Deutschland gewährleistet.
Die Bundespolizei-Fliegergruppe der Bundespolizeidirektion 11 hat ihren Sitz in Sankt Augustin bei Bonn. Zu ihr gehören der Instandhaltungsbetrieb, die Luftfahrerschule für den Polizeidienst sowie die sechs Bundespolizei-Fliegerstaffeln (BPOLFLS) in Sankt Augustin bei Bonn, Oberschleißheim bei München, Fuldatal bei Kassel, Gifhorn bei Braunschweig, Blumberg bei Berlin und Fuhlendorf bei Hamburg.
Die Bundespolizei-Fliegergruppe fungiert als Servicedienstleister für die Behörden und Dienststellen der Bundespolizei sowie für andere Bundes- und Landesbehörden mit sicherheitsrelevanten Aufgaben. Darüber hinaus unterstützt sie auch internationale Behörden und Organisationen, wie die Europäische Grenzschutzagentur FRONTEX.
Mit einer Flotte von derzeit 93 Hubschraubern verschiedener Gewichtsklassen ist die Bundespolizei-Fliegergruppe nach der Lufthansa der zweitgrößte Betreiber ziviler Luftfahrzeuge in Deutschland und zählt zu den größten polizeilichen Flugdienstorganisationen weltweit. Der operative Flugbetrieb der Bundespolizei-Fliegergruppe dient vor allem der Unterstützung der täglichen Aufgaben der Bundespolizei, wie der Grenz-, Bahn- und Seeüberwachung, und trägt somit maßgeblich zur Sicherheitslage in Deutschland bei. Die regelmäßige Bereitstellung von Lufttransportkapazitäten für bundespolizeiliche Eingreifkräfte an den Wochenenden ist einer der Einsatzschwerpunkte des Flugdienstes der Bundespolizei. Diese Hubschrauber stehen auch für alle kurzfristigen polizeilichen Lagen und für Einsätze im Rahmen der Not- und Katastrophenhilfe zur Verfügung.
Einige Informationen zu den Polizeihubschrauberstaffeln der am Lehrgang beteiligten Bundesländer
Hubschrauberstaffel Baden-Württemberg
Die Polizeihubschrauberstaffel wurde am 1. März 1965 aufgestellt und befindet sich an den Flughäfen Stuttgart und Baden-Airpark. Sie ist dem „Polizeipräsidium Einsatz“ unterstellt und verfügt aktuell über sechs Polizeihubschrauber des Typs Airbus Helicopters H145 D3.
Der eigentliche Flugbetrieb wurde erst am 8. Juni 1965 mit zwei Hubschraubern des Typs SA 318 Alouette II aufgenommen. Im Juli 1969 wurde die Staffel durch eine dritte Alouette II verstärkt. Ab 1974 erhielt die Staffel Hubschrauber vom Typ MBB Bo105S als Einsatzhubschrauber und zusätzlich ab 1977 eine Bell 212 (D-HBWP). Ab 1988 wurden zusätzlich zwei BK117 eingesetzt. Nach einem Unfall mit der Bell 212 im Dezember 1998 wurde vorübergehend von 1999 – 2000 eine Bell 412 als Transporthubschrauber verwendet. Ab dem Jahr 2001 kamen zwei EC155 B zum Einsatz. 2001 und 2002 wurden die gesamte Bo 105 — / BK 117 – Flotte durch insgesamt sechs MD 902 Explorer mit u.a. Wärmebildkamera-System FLIR Leo 400 ersetzt. Die beiden Hubschrauber vom Typ EC155 waren noch bis 2015 bei der Staffel im Einsatz und wurden verkauft. In den Jahren 2015 – 2016 wurde als Gesamtersatz schließlich eine einheitlich Hubschrauberflotte mit sechs H145 D2 erworben. Diese Hubschrauber wurden in der Zeit von Dezember 2021 bis Mitte 2024 durch den staffeleigenen zertifizierten luftfahrttechnischen Betrieb vom Vierblatt- zum Fünfblatt-Rotorsystem umgerüstet. Neben
dem Tausch des Rotorsystems und der Rotorsteuerung fand zugleich noch eine Modifikation des Hauptgetriebes und weiterer elektrischer Systeme inklusive Software-Upgrades statt. Einer der Hauptvorteile der Umrüstung auf das Fünfblattsystem ist die Erhöhung der Zuladung um 150 kg. Dies führt zu einer höheren Transportkapazität und einer längeren Flugzeit.
Hubschrauberstaffel Bayern
Die Polizeihubschrauberstaffel Bayern wurde im September 1970 zunächst zur Verkehrsüberwachung aufgestellt. Die Staffel hatte lange Zeit ihren Standort auf dem Fliegerhorst Neubiberg und zog 1998 an den Flughafen München. Seit 1974 gibt es zudem einen zweiten Standort am Flugplatz Roth bei Nürnberg. Der Flugbetrieb selber wurde zuerst mit einer von MBB gemieteten BO 105 aufgenommen. Erst 1971 bekam sie dann erstmals ihre ersten beiden eigenen BO 105 und 1972 zwei weitere BO 105. Bis 1974 wurden zudem drei weitere BO 105 übernommen. 1978 kamen dann noch zwei BO 105 CB als verbesserte Version mit leistungsstärkeren Wellenturbinen dazu. Ab 1983 kam als Leih-Hubschrauber die erste BK 117 (H-MUZ) zur Polizei Bayern und 1984 dann im Austausch die erste „eigene“ BK 117 (D-HMUS). Ein deutlicher Vorteil der BK 117 waren die höhere Zuladung und die deutlich größere Kabine. Durch Abgänge und neue Zugänge hatte die Staffel ab 1987 sieben BO 105 bzw. BO105 CB und vier BK117 A bzw. BK 117 B2 im Dienst. Mitte der neunziger Jahre kamen dann noch zwei BO105 CBS als Ersatz zur Flotte. Ab 1998/1999 erfolgte die Umstellung auf die EC 135. Es kamen insgesamt neun EC 135 P1 zur Hubschrauberstaffel der Polizei Bayern, die in den Jahren 2002 und 2004 auf die Version P2 umgerüstet wurden und bis 2010 im Einsatz waren. Als Ersatz für diese
Maschinen wurden danach acht EC 135 P2+ in Dienst gestellt. Diese neueren EC 135 P2+ wurden sodann in den Jahren 2015 und 2016 auf die leistungsstärkere Version EC 135 P3 mit anderen Rotorblättern, neuem horizontalem Stabilisator am Heck ohne Endscheiben und anderer Triebwerkssteuerung umgerüstet.
Aktuell hat die Bayerische Polizei ihre Hubschrauberstaffel seit 2024 umfassend modernisiert. Mit der feierlichen Übergabe des achten Hubschraubers vom Typ H145 D3 im Juni 2026 konnte die Erneuerung ihrer Flotte erfolgreich abgeschlossen werden.
Hubschrauberstaffel Hessen
Die Polizeihubschrauberstaffel Hessen, damals noch „Polizeifliegerstaffel Hessen“, wurde im Jahr 1964 gegründet und hat ihren Sitz in Egelsbach. Sie ist dem „Hessischen Polizeipräsidium Einsatz“ unterstellt. Sie war seinerzeit bundesweit die zweite Polizeifliegerstaffel einer Landespolizei, nachdem das Land Nordrhein-Westfalen bereits 1962 die Hubschrauberstaffel „Rheinland“ mit zwei Hubschraubern des Typs Bell 47 J als Teil seiner Polizeikräfte aufgestellt hatte. Im Dezember 1964 wurde mit einer Alouette II, SA 318 B (Astazou) der erste Hubschrauber übergeben. Dem folgte bereits 1965 ein weiterer Hubschrauber gleichen Typs. Im Juni 1973 erfolgte schließlich die Indienststellung des ersten Polizeihubschraubers vom Typ MBB BO 105, einer BO 105 C. In den Jahren von 1978 -1991 wurden dann vier weitere Maschinen, nun BO 105 CBS-4 in Dienst gestellt. Die nächste und bislang letzte Modernisierung erfolgte im April 2002. Da erhielt die Hubschrauberstaffel die erste EC145 (BK117 C-2) von Eurocopter. Die Staffel in Hessen war damit die erste deutsche Polizei, die eine EC145 für Polizeiaufgaben einsetzte. Mit
der Einführung des neuen Hubschraubermusters änderte sich auch die Leistungsfähigkeit erheblich. Die erste Maschine mit dem Kennzeichen D-HHEA wurde noch mit der grün-weiß gehaltenen Lackierung ausgeliefert. Die beiden nachfolgenden Schwestermaschinen D-HHEB und D-HHEC folgten dann schon blau-weißer Farbe.
Aktuell haben im März 2026 Hessen und Thüringen eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Beschaffung neuer Polizeihubschrauber unterzeichnet. Beide Hubschrauberstaffeln betreiben mit der EC145 seit vielen Jahren das gleiche Hubschraubermuster und stellen im Wesentlichen auch deckungsgleiche Anforderungen an ein Nachfolgemodell. Die Kooperation verspricht wie schon bei Niedersachsen und Mecklenburg – Vorpommern Effizienzgewinne und Kostenersparnisse. Nach den bisherigen Informationen sollen vier der Hubschrauber an die Polizeifliegerstaffel Hessen und zwei an die Polizeihubschrauberstaffel Thüringen gehen. Die europaweite Ausschreibung soll noch im Jahr 2026 starten. Die Auslieferung der neuen Maschinen ist ab 2029 und die vollständige Indienststellung bis etwa 2030 vorgesehen.
Eine Besonderheit gilt es im Zusammenhang mit den Luftfahrzeugen der Polizeihubschrauberstaffel Hessen noch zu erwähnen. 2012 betrat sie mit der Einführung des deutschlandweit ersten Polizeiflugzeuges vom Typ P68 Observer fliegerisches Neuland. Das Polizeiflugzeug sollte schon damals Brandherde im Wald oder Ölfilme auf Flüssen ausfindig machen, dazu Großveranstaltungen und den Verkehr überwachen oder vermisste Personen suchen. Für die zweimotorige Maschine mit etwa neun Metern Länge und einer Flügelspanne von zwölf Metern sprach damals vor allem der Preis von rund 870.000 Euro. Zum Vergleich kostete ein Hubschrauber von Eurocopter damals knapp 6,5 Millionen Euro. Im September 2021 wurde zwischenzeitlich ein zweites Polizeiflugzeug vom Typ Beechkraft King Air 250 an Polizeifliegerstaffel übergeben. Es dient der schnellen Unterstützung bei internationalen Fahndungsmaßnahmen und kann Einsatzkräfte und Spezialausrüstung bei Bedrohungen der Sicherheitslage bundesweit schneller zum Einsatzort bringen. Bei Großveranstaltungen oder Waldbrandgefahrenlagen können zudem große Landesflächen effizienter überwacht werden.
Hubschrauberstaffel Niedersachsen
Die Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsen ist mit Hannover als Hauptstandort und der Teilstaffel in Rastede/Oldenburg an zwei Standorten zu finden. Sie wurde durch den ministeriellen Erlass zur „Einrichtung der Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsen“ vom 6. Mai 1971 und die Aufnahme des Flugbetriebs im Juli 1971 in Langenhagen gegründet. Der Flugbetrieb wurde damals mit zunächst zwei Hubschraubern des Typs Alouette II des französischen Herstellers Aérospatiale aufgenommen. Im Laufe der Jahre folgten verschiedene Hubschrauber des Typs SA 365 C Dauphin II und SA 342 J Gazelle. Für die SA 365C mit der Kennung D-HOPQ ist als Besonderheit zu erwähnen, dass dieser Hubschrauber in der Zeit von September 1981 bis Dezember 1984 unter dem Funkrufnamen „Phönix 14“ zum Zwecke der Luftrettung am Kreiskrankenhaus in Uelzen und dem städtischen Krankenhaus Wolfenbüttel eingesetzt wurde. Die SA 365 C wurde danach wieder im regulären Polizeidienst eingesetzt. Anlässlich der Weltausstellung EXPO 2000 erhielt die Polizei Niedersachsen dann drei neue Hubschrauber des Typs MD 902 Explorer. Erst 2015 wurden zwei neue EC135P2 in Dienst gestellt. Sie lösten die beiden zu dieser Zeit noch im Dienst befindlichen Aerospatiale SA 365 C2 Dauphin ab, die nach über 35 verlässlichen Jahren 2016 ausgemustert wurden.
Aktuell übernahm die Staffel ab Herbst 2025 eine gebrauchte EC135P3 (D-HBPG) der Polizeihubschrauberstaffel Bayern. Im August 2026 konnte sodann endlich die erste von zwei im Jahre 2023 bestellten Airbus H145 D3 in Dienst gestellt werden. Sie gehört zu einer gemeinsamen Beschaffung mit der Polizeihubschrauberstaffel Mecklenburg-Vorpommern. Beide Staffeln hatten gemeinsam vier neue Polizeihubschrauber des Modells Airbus H145 D3 über das Logistik Zentrum Niedersachsen (LZN) bestellt. Hierdurch konnten Aufwand, Zeit und Geld gespart werden. Die beiden neuen H145 D3 sollen die beiden alten Modelle vom Typ MD 902 (D-HPNA und D-HPNC) ablösen.
Hubschrauberstaffel Rheinland-Pfalz
Die Polizeihubschrauberstaffel Rheinland-Pfalz (PHuSt) wurde im April 1974 gegründet und ist mit ihren Dienst- und Werkstattgebäuden am 1971 eröffneten Verkehrslandeplatz Koblenz-Winningen stationiert. Die Staffel wurde zunächst mit drei Hubschraubern vom Typ Bölkow Bo 105 aufgebaut. Diese wurden in den Jahren 2002 – 2004 mit zwei Maschinen des Typs Eurocopter EC135 abgelöst. Aktuell verfügt die Staffel über zwei modernere H145 D-3 von Airbus Helicopters, die im Jahre 2024 in Dienst gestellt wurden.
Hubschrauberstaffel Sachsen
Die Polizeihubschrauberstaffel Sachsen wurde im Jahr 1991 gegründet. Sie gehört organisatorisch als Fachdienst zum Präsidium der Bereitschaftspolizei und ist am Flughafen Dresden stationiert. Der Aufbau der Staffel erfolgte ab 1991 mit drei Mil Mi-2 Hubschrauber von der ehemaligen Zentralen Fliegerstaffel der Volkspolizei. 1993 und 1997 wurden jeweils eine W-3A Sokól der polnischen Firma PZL Świdnik in den Flugbetrieb genommen, die bis 2005 bzw. 2010 zur Staffel gehörten. 1999 kam die erste EC135 zur Staffel. 2006 sowie 2012 folgten noch zwei weitere EC 135. Aktuell hat die Staffel ihre Flotte nun komplett modernisiert. Seit Juli 2026 fliegt die sächsische Polizei mit drei hochmodernen Maschinen des Typs Airbus H145 D-3. Sie ist nach den Polizeihubschrauberstaffeln aus Bayern und Rheinland-Pfalz das dritte Land, das seinen polizeilichen Flugdienst auf die H145 D3 der neuesten Generation von Airbus umgestellt hat.
Aufgaben der Polizeihubschrauberstaffeln im Überblick
Die Polizeihubschrauberstaffeln unterstützen sowohl die Bundespolizei als auch die Landespolizeien der Bundesländer aus der Luft bei einer Vielzahl von polizeilichen und einsatztaktischen Aufgaben. Ihre Hauptfunktion liegt in der schnellen Aufklärung, Überwachung und Unterstützung von Kräften am Boden.
Zu den Kernaufgaben der Polizeihubschrauberstaffeln zählen
- Such- und Rettungseinsätze: Aufspüren von vermissten Personen, verirrten Kindern, orientierungslosen Senioren oder flüchtigen Straftätern mittels Wärmebildkameras (FLIR) und Suchscheinwerfern.
- Fahndung und Verfolgung: Verfolgung von flüchtenden Fahrzeugen oder Personen nach schweren Straftaten (z. B. Banküberfällen oder Einbrüchen) zur Koordination der Bodenkräfte.
- Verkehrsüberwachung: Überwachung des Straßenverkehrs auf Autobahnen bei Großstaus, schweren Unfällen oder zur Dokumentation von Verkehrsverstößen (z. B. Abstandsmessungen).
- Großlagen und Veranstaltungsmanagement: Lagebeurteilung und Übertragung von Live-Bildern an die Einsatzleitung bei Großereignissen wie Demonstrationen, Staatsbesuchen, Fußballspielen oder Katastophen.
- Umwelt- und Gewässerschutz: Aufspüren von illegalen Müllentsorgungen, Gewässerverunreinigungen (z. B. Ölteppiche auf Flüssen oder dem Meer) und Umweltstraftaten.
- Kriminaltechnische Dokumentation: Anfertigen von hochauflösenden Luftbildern von Tatorten, schweren Unfallstellen oder Katastrophengebieten zur späteren Beweissicherung.
Darüber hinaus gibt es auch spezielle und erweiterte Aufgaben
- Transport von Spezialkräften: Schnelle Verlegung von Spezialeinheiten (wie GSG 9 oder SEK) an Einsatzorte, oft inklusive Abseilverfahren (Fast-Roping).
- Katastrophen- und Brandschutz: Unterstützung bei Waldbränden durch den Transport von Löschwasserbehältern (z. B. Bambi Buckets) oder Evakuierung von Menschen aus Hochwassergebieten.
- Grenz- und Bahnüberwachung (Bundespolizei): Überwachung der Landesgrenzen sowie des Schienennetzes der Deutschen Bahn zur Verhinderung von Sabotage, Buntmetalldiebstahl oder Personen im Gleisbett.
Nachfolgend noch einige Heli-Impressionen von den teilnehmenden Polizeihubschrauberstaffeln der Bundespolizei und der Polizeien der Länder:
Autor/Quelle: Rolf Klukowski und Werner Latten, unter Beachtung der Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion vom 4. September 2026














