Neuerungen für die Luftrettung in Regensburg

Mit Beginn des neu­en Konzessionszeitraums zum 1. September 2026 setzt die DRF Luftrettung an ihrer Station in Regensburg die Anforderungen des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Regensburg (ZRF Regensburg) aus dem Vergabeverfahren für die Luftrettung um. Zu den Neuerungen zäh­len unter ande­rem ein inno­va­ti­ves elek­tro­hy­drau­li­sches Tragen- und Beladesystem, eine zusätz­li­che Qualifizierung der Notfallsanitäter im Bereich der Kindernotfallmedizin sowie die Vorhaltung eines Einsatzfahrzeuges. Die Maßnahmen erhö­hen die Verfügbarkeit der not­ärzt­li­chen Versorgung, ver­bes­sern die Patientenversorgung wei­ter und ent­las­ten die Einsatzkräfte im täg­li­chen Betrieb. „Unser Ziel war es, die bewähr­te not­fall­me­di­zi­ni­sche Versorgung nicht nur fort­zu­füh­ren, son­dern gezielt wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Mit dem Hubschrauberersatzfahrzeug, der zusätz­li­chen Qualifizierung in der Kindernotfallmedizin und dem neu­en Tragen- und Beladesystem konn­ten wich­ti­ge Qualitätsmerkmale im Vergabeverfahren ver­an­kert wer­den“, sagt Landrätin Tanja Schweiger als Verbandsvorsitzende des ZRF Regensburg.

Erste Luftrettungsstation Europas mit neu­em Tragen- und Beladesystem
Eine der bedeu­tends­ten Neuerungen ist die Einführung des HeliMods Powered Aero Loader (PAL) in Kombination mit einer Stryker Power-Pro XT-Fahrtrage. Für den Einsatz in H145-Hubschraubern wur­de das System durch den Entwicklungsbetrieb der DRF Luftrettung umfas­send luft­fahrt­tech­nisch zuge­las­sen. Damit ver­fügt das System über eine Zulassung für den Einsatz in den EASA-Mitgliedstaaten und kann euro­pa­weit ein­ge­setzt wer­den. Anschließend wur­de es in meh­re­ren Testphasen an Stationen der DRF Luftrettung erprobt und gemein­sam mit dem Hersteller wei­ter­ent­wi­ckelt.

Die Station Regensburg ist die ers­te Luftrettungsstation in Europa, die über ein elek­tro­hy­drau­li­sches Tragen- und Beladesystem die­ser Art ver­fügt. Das Ein- und Ausladen sowie die Höhenverstellung der Fahrtrage erfol­gen kraft­un­ter­stützt. Dadurch wird die kör­per­li­che Belastung der Crews deut­lich redu­ziert und gleich­zei­tig die Sicherheit durch ein ver­bes­ser­tes Handling der Trage erhöht. Darüber hin­aus ermög­licht das neue System den Transport von Patienten mit einem deut­lich höhe­ren Körpergewicht als das bis­her ein­ge­setz­te Tragensystem. Die neue Fahrtrage ist mit den im baye­ri­schen Rettungsdienst ver­wen­de­ten elek­tro­hy­drau­li­schen Tragensystemen bau­gleich. Dies ver­ein­facht die Übergabe zwi­schen boden- und luft­ge­bun­de­nem Rettungsdienst und trägt zu effi­zi­en­te­ren Transportabläufen bei.

Zusätzliche Qualifikation für Kindernotfälle
Um die not­fall­me­di­zi­ni­sche Versorgung von Kindern wei­ter zu stär­ken, absol­vie­ren die Notfallsanitäter der Station Regensburg künf­tig vor ihrem ers­ten Dienst an Bord von Christoph Regensburg eine ein­wö­chi­ge Hospitation auf einer Kinderintensivstation. Ergänzend neh­men sie jähr­lich an Auffrischungsfortbildungen teil. Dadurch soll die Handlungssicherheit der Crews bei Kindernotfällen wei­ter gestärkt und die Versorgung jun­ger Patientinnen und Patienten auf höchs­tem medi­zi­ni­schem Niveau sicher­ge­stellt wer­den.

Zusätzliche Verfügbarkeit bei wit­te­rungs­be­ding­ten Flugausfällen
Zur Sicherstellung einer hohen Verfügbarkeit der not­ärzt­li­chen Versorgung wird seit dem 1. September 2026 außer­dem ein Einsatzfahrzeug an der Luftrettungsstation in Regensburg vor­ge­hal­ten. Die Vorhaltung eines sol­chen Fahrzeugs ist Teil der Anforderungen des ZRF Regensburg für den neu­en Leistungszeitraum. Kann der Rettungshubschrauber Christoph Regensburg bei­spiels­wei­se auf­grund wit­te­rungs­be­ding­ter Einschränkungen des Flugbetriebs vor­über­ge­hend nicht star­ten, steht mit dem Einsatzfahrzeug wei­ter­hin eine not­ärzt­lich besetz­te Ressource für Einsätze im regio­na­len Einsatzgebiet zur Verfügung.

„Regensburg nimmt inner­halb unse­res Stationsnetzwerks eine Vorreiterrolle ein. Mit dem neu­en PAL-System brin­gen wir erst­mals in Europa eine inno­va­ti­ve Technologie in den Luftrettungsalltag. Gleichzeitig stär­ken wir mit der zusätz­li­chen Qualifizierung unse­rer Notfallsanitäter die Versorgung von Kindern und sor­gen mit dem Einsatzfahrzeug dafür, dass die not­ärzt­li­che Expertise unse­rer Crew auch bei gar nicht flieg­ba­rem Wetter ver­füg­bar bleibt“, sagt Dr. Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung.

Quelle: Presseinformation der DRF Luftrettung vom 28. September 2026

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