DRF Luftrettung blickt zurück auf drei Jahrzehnte Christoph Weser

Seit 30 Jahren ist die Luftrettungsstation der DRF Luftrettung in Bremen ein unver­zicht­ba­rer Bestandteil der not­fall­me­di­zi­ni­schen Versorgung in und um Bremen. Im September 1996 über­nahm die gemein­nüt­zi­ge Organisation den Betrieb der Station und star­te­te seit­her zu rund 20.000 Einsätzen. Anlässlich des Jubiläums blickt die DRF Luftrettung auf drei Jahrzehnte medi­zi­ni­scher Höchstleistung und tech­ni­scher Weiterentwicklung zurück.

„Flugwacht Bremen 71“, wie der Rettungshubschrauber in den ers­ten Jahren hieß, wur­de fast aus­schließ­lich für Intensivtransporte zwi­schen Kliniken ange­for­dert. Nachdem 1998 die Zentrale Koordinierungsstelle des Landes Niedersachsen ihre Arbeit auf­ge­nom­men hat, kamen auch Notfalleinsätze hin­zu, bei denen der Hubschrauber als schnel­ler Notarztzubringer dient. Seit 2007 fliegt die Bremer Besatzung unter dem Funkrufnamen „Christoph Weser”. Bis heu­te deckt die Station bei­de Einsatzspektren ab. Aufgrund der umfang­rei­chen medi­zin­tech­ni­schen Ausstattung an Bord wird der Hubschrauber bevor­zugt für Intensivtransporte alar­miert. Dazu gehö­ren hoch­kom­ple­xe und zeit­kri­ti­sche Verlegungen zwi­schen Kliniken, etwa von Patienten, deren Kreislauf oder Lunge von einer Herz-Lungen-Maschine (ECMO) unter­stützt wird. Im Jahr 2025 wur­de die Bremer Besatzung zu 662 Einsätzen alar­miert, davon 354 Intensivtransporte und 308 Notfalleinsätze. „30 Jahre DRF Luftrettung in Bremen ste­hen für Verlässlichkeit, hohe medi­zi­ni­sche Kompetenz und die enge Zusammenarbeit mit unse­ren Partnern im Rettungsdienst und in den Kliniken. Vor allem aber ste­hen sie für die vie­len Menschen, denen wir in die­ser Zeit hel­fen konn­ten“, sagt der Leiter der Station Ingo Reckermann.

Von der BK 117 zur H145 mit Fünfblattrotor
Auch die tech­ni­sche Ausstattung der Bremer Station wur­de über die Jahre kon­se­quent wei­ter­ent­wi­ckelt. Nach vie­len Einsatzjahren mit einer BK 117 stell­te die DRF Luftrettung im Oktober 2020 auf eine EC145 um. Im August 2022 folg­te der Wechsel auf eine H145. Seit September 2024 ist eine H145 mit Fünfblattrotor im Einsatz. Gleichzeitig inves­tier­te die DRF Luftrettung in die Infrastruktur vor Ort: Mit dem umfang­rei­chen Umbau der Station im Jahr 2019 ent­stan­den neben den Funktionsräumen für Flugbetrieb und Medizintechnik moder­ne Ruhe-, Büro,- und Aufenthaltsräume, um den Besatzungen opti­ma­le Bedingungen für den anspruchs­vol­len Einsatzbetrieb zu bie­ten.

Einsätze in Bremen, Niedersachsen und auf den Inseln
Das Einsatzgebiet von Christoph Weser reicht weit über Bremen hin­aus. Die Crews wer­den regel­mä­ßig in zahl­rei­che nie­der­säch­si­sche Landkreise und auf die Ostfriesischen Inseln alar­miert. Orte im Umkreis von 60 Kilometern erreicht der Hubschrauber in maxi­mal 15 Flugminuten. An Bord arbei­ten Piloten und Notfallsanitäter der DRF Luftrettung gemein­sam mit Notärzten des Klinikums Links der Weser. Alarmiert wird Christoph Weser von der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Berufsfeuerwehr Bremen. „Drei Jahrzehnte Christoph Weser zei­gen, wie wich­tig eine leis­tungs­fä­hi­ge Luftrettung für die Menschen in unse­rer Region ist“, sagt der Leiter der Station Ingo Reckermann. „Diesen Auftrag neh­men wir auch in Zukunft an: Gemeinsam mit unse­ren Partnern sor­gen wir dafür, dass schnel­le Hilfe aus der Luft ver­läss­lich dort ankommt, wo sie gebraucht wird.“

Quelle: Pressemitteilung der DRF Luftrettung vom 28. September 2026

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